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Theodor-Körner Hof

Lärmschutzwände, Wien

Fünf gläserne Schallschutzwände entlang der Hochleistungsstraße Margarethengürtel schotten die Wohnblöcke aus den frühen 50er Jahren und deren begrünte Innenhöfe erfolgreich gegen den dahinbrausenden Autoverkehr ab. Mit einer Gesamtlänge von zirka 150 Metern und 18 Metern Höhe passt sich das neue Bauwerk harmonisch an die angrenzenden Bauten an. 


Über das Projekt

Das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbes löste die planerische Aufgabe vorbildlich und verbessert die Wohnqualität der Bewohner durch den Einsatz von teiltransparentem STADIP Verbundsicherheitsglas. Die dabei erzielte Schallreduktion von 23 Dezibel wird vom Menschen als eine Verringerung auf ein Fünftel der ursprünglichen Lärmeinwirkung wahrgenommen. Die Belichtung der Wohnungen und die Sichtverbindung zur Straße werden damit kaum beeinflusst. 

Die Erhaltung der Grünflächen und des Baumbestandes prägen den Erholungscharakter der Innenhöfe. Dieser Aspekt lag dem Bauherren auch aus stadtökologischer Sicht am Herzen. Deshalb hat die eingebundene Wiener Umweltanwaltschaft WUA auch auf eine nachweislich wirksame Maßnahme gegen Vogelanprall besonderen Wert gelegt. 

 

    LOCATION

    Wien, Österreich

    ARCHITEKT

    TREUSCH architecture

    Website

    BAUHERR

    Stadt Wien, MA 29


    Verwendete Produkte

    Der Planer hat diese Herausforderung mit Engagement und Liebe zum Detail gelöst und ein projektspezifisches Design für keramisch Bedruckung mit SERALIT LITEX entwickelt. Auf modische Muster wurde bewusst verzichtet. Die Gestaltung der verwendeten Muster basiert auf dem Erkenntnisstand für Vogelschutzmaßnahmen zum Zeitpunkt der Planung. Bekannte vertikale Streifen wurden horizontal durchbrochen und auf beide äußeren Glasoberflächen appliziert. Der dadurch entstehende 3-dimensionale Effekt verbessert die Wahrnehmung.

    Es wurden zwei unterschiedliche Muster im Wechsel zueinander verwendet, welche die Fassade schachbrettartig gliedern. Ein Design hat Innenhofseitig einen höheren Deckungsgrad als auf der Straßenseite. Dadurch entsteht ein trichterförmiges Muster mit besserer Durchsicht der Bewohner nach draußen.

    Durch das horizontal in zwei Ebenen parallell versetzt eingebaute STADIP Verbundsicherheitsglas entsteht eine gesimsartige Struktur der Fassadenfläche. Die 3 Meter hohen Scheiben sind an den vertikalen Kanten abgedichtet um die Schallschutzwirkung nicht zu verlieren. 

    Wartungsstege für Reinigung und Wartungsarbeiten sind hofseitig integriert. Zur besseren Orientierung signalisieren unterschiedliche Farben die Zugangsschleusen von der Straße in die Höfe.

    Das 2007 fertiggestellte Projekt ist ein Vorzeigebeispiel für verbesserte Wohnqualität durch effizienten Schallschutz mit gelungener Einbeziehung stadtökologischer Aspekte in eine moderne Architektur.

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